Kunst als Botschaft

Kunst kann uns vieles vermitteln, sie kann uns vergnügen, faszinieren oder abstoßen. Sie löst also Gefühle in uns aus. Darüber hinaus können Kunstwerke aber noch wesentlich mehr, sie tragen Botschaften nach außen, sie verarbeiten gesellschaftliche Missstände oder Probleme und machen folglich aufmerksam auf diese.

Dabei ist ein gewisses Feingefühl nötig, manchmal reicht aber auch schon der zweite Blick auf das Werk, um die Botschaft dahinter zu verstehen. Catalina Ariza, eine kolumbianische Künstlerin, die nun schon längere Zeit in Leipzig lebt, möchte mir ihren Werken auf Probleme hinweisen. Es geht ihr in erster Linie um gesellschaftliche Kritik, das Aufdecken von Missständen.

Mit ihrer Ausstellung “Die Mutter Erde”, greift sie ein altes Thema auf. Die Kolonialisierung Amerikas, die bis heute an vielen Stellen nicht verarbeitet wurde.

So weist sie mit ihren Werken, die sie als “antikolonialistische Geographie” bezeichnet auf einen nun schon langjährigen Missstand hin, die geografische Darstellung Amerikas, die weiterhin aus dem Blickwinkel der Kolonialisten hervorgeht.

Galerie Ely Dobritz, Ausstellung "Die Mutter Erde"
Catalina Ariza, Ausstellung „Die Mutter Erde“

Catalina Ariza wählt dafür eine runde Darstellung der geografischen Form Amerikas. In ihrem farbigen Werk macht sie deutlich, dass die “Erde” niemanden gehört, das Land “eins” ist, denn es fließen die selben “Adern” durch den gesamten Kontinent.

Catalina Ariza, Ausstellung "Die Mutter Erde", antikolonialistische Geographie
Catalina Ariza, Ausstellung „Die Mutter Erde“, antikolonialistische Geographie

Auch die zweite, in ihrer Ausführung sehr ähnliche Darstellung, greift diese Problematik auf. Spannend dabei ist, dass sie dabei Ying und Yang neu interpretiert. In diesem Werk gibt es allerdings kein gut oder böse, es herrscht Ausgeglichenheit.

Catalina Ariza, Ausstellung " Die Mutter Erde", antikolonialistische Geographie
Catalina Ariza, Ausstellung „Die Mutter Erde“, antikolonialistische Geographie

Zusätzlich drücken Zeichnungen zusätzlich Unmut über die Kolonialisierung aus.

Catalina Ariza, Ausstellung "Die Mutter Erde", Zeichungen
Catalina Ariza, Ausstellung „Die Mutter Erde“, Zeichungen

Ergänzend dazu findet sich ein Werk auf Leinen in der Ausstellung “Die Mutter Erde”. Betitelt ist dieses mit “Keimung” und zeigt in meiner Interpretation die natürliche Verbindung von Wasser, Erde und Luft, die die Keimung, ganz unabhängig wem das Land gehört, ermöglicht.

Catalina Ariza, Ausstellung "Die Mutter Erde", Keimung
Catalina Ariza, Ausstellung „Die Mutter Erde“, Keimung

Wer sich ein eigenes Bild darüber machen möchte, sollte nicht zögern und in der Galerie Ely Dobritz vorbeischauen. Hier gibt es übrigens auch noch andere Werke zu betrachten. Seid gespannt!

Was? Ausstellung “Die Mutter Erde”, Catalina Ariza

Wo? Galerie Ely Dobritz,  Davidstraße 9, 04109 Leipzig

Wann? 04.08 – 10.08.2018

 

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