More body, less space

Ausstellung: Helmut – Bodies In Space.

 

Es ist mal wieder Bergfest im Helmut und das heißt gemütliches Zusammensein am Mittwoch Abend im kleinen Freiraum Helmut.
Natürlich gibt es auch noch einen weiteren Grund an diesem lauen Abend im Osten vorbeizuschauen.
Die Ausstellung Bodies In Space von Romily Alice Walden.

Mit einer klaren Vorstellung im Kopf bin ich zunächst enttäuscht, als ich nicht die neonpinken Umrisse zweier Frauen wiederfinde. Schließlich wurde damit die Ausstellung angepriesen.
Dennoch habe ich Lust mich auf die verschiedenen Werke einzulassen. Vieles braucht zunächst ein wenig Zeit, um zu wirken. Zu aller erst springen mir die dennoch die beiden Werke ins Auge, die auch die Umrisse von Körpern (im weiten Sinne) darstellen.

Remedial Geologies III und Remedial Geologies I.

Autor Julia
Remedial Geologies III, Romily Alice Walden

Zunächst wirkt das leuchtende Material wie eine simple Leuchtschnur. Es sind allerdings Glasrohre, aufwändig geformt, gefüllt mit Argon Gas und Quecksilber, verbunden mit einem HT Kabel. Sieht man genauer hin, kann man eine leichte Bewegung darin erkennen.

Außerdem fällt am Boden sofort ein Körperumriss aus Sand auf. Bodies At Rest. Anders als am Strand, wo ein leichter Windstoß alles längst wieder zerstört hätte, hat man hier Zeit den Körper in seiner Form und Kontur auf sich wirken zu lassen.

Autor Julia
Bodies At Rest. Romily Alice Walden

Interessanter sind allerdings die beiden Videos und ein kleiner Kassenzettel-Automat. Hier kommt regelmäßig eine kurzer beschreibender Text aus einem kleinen weißen Kästchen. Notes from Meatspace (a). Die Texte sind Ausschnitte aus dem Video “My Body Was A River”.

Autor Julia
Notes from Meatspace (a), Romily Alice Walden

 

Autor Julia
Note From Meatspace (a), Romily Alice Walden

Neben dem Text, den ich mir aufheben konnte blieb mir folgender letzter Satz aus dem Video im Kopf: “My body was a river, the river went dry”.
Poesieartig mischen sich Sprache und Naturbilder. Ausgetrocknete Landschaften, vertrocknete Felder und Flussbetten.

Autor Julia
Bodies In Space, Romily Alice Walden

Unser Körper besteht aus um die 70% Flüssigkeit, mit dem Alter verringert sich die Flüssigkeit im Körper, mit dem Tod trocknet der Körper aus. So ist es auch bei Flüssen, nur ist es nicht der natürliche Tod, sondern der Umgang mit der Umwelt und die folgenschweren Einflüsse auf das Klima, die Flüsse und Landschaften sterben lassen.
Ein trauriger Kreislauf.
Meine Interpretation ist vielleicht eine völlig andere, als die der Künstlerin Romily Alice Walden. Wer möchte kann sich das Video aber auch nochmal auf ihrer Website ansehen und seine eigene Interpretation ziehen.

Alles, im allen, regte mich die Ausstellung ein wenig zum Nachdenken an, gleichzeitig hatte ich das Gefühl, ich bräuchte noch mehr Input, um das Große Ganze hinter Bodies In Space zu verstehen.

Heute ist die letzte Chance, also auf ins Helmut!

Was? Ausstellung: Bodies In Space, Romily Alice Walden
Wann? 25.05.18-20.06.18
Wo? Helmut, Leipzig

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